Ein Schulbuchbeispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit und Problemlösung

Drei Wissenschaftler unterschiedlicher fachlicher und kultureller Hintergründe arbeiten gemeinsam an einem Projekt zu Physik, Energie und chemischer Herstellung
Ein Schulbuchbeispiel für hochproduktive interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Chemie, Physik, Energie und Wirtschaft: 36 Synthesen und eine Struktur-Eigenschafts-Korrelation.

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Ein Schulbuchbeispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit und Problemlösung: 36 Synthesen – Von der Chemie zur physikalischen Erkenntnis

David Vonlanthen und Artem Mishenko bei der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen molekularer Torsion und elektrischer Leitfähigkeit
36 Synthesen – Eine Struktur-Eigenschafts-Korrelation. Ein Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit und Problemlösung zwischen Chemie und Physik, präsentiert von David Vonlanthen an der ZHAW.

Eine einzelne Messung an einem einzelnen Molekül kann Zufall sein. Zehntausend Messungen an demselben System nicht mehr. Genau diese statistische Wucht steckt hinter einer unserer meistzitierten Arbeiten: dem Nachweis, dass die Konformation eines Moleküls seine Leitfähigkeit systematisch und reproduzierbar bestimmt.

Von der Einzelbeobachtung zum belastbaren Gesetz

Mit einer Break-Junction-Apparatur klemmten wir wiederholt einzelne Biphenyl-Dithiol-Moleküle zwischen zwei Goldelektroden ein – und liessen dabei den Torsionswinkel systematisch variieren. Aus tausenden Einzelmessungen entstand ein statistisches Leitfähigkeitsprofil, das den bereits vermuteten Zusammenhang zwischen Molekülform und Stromfluss erstmals mit belastbarer Breite bestätigte.

Warum das heute wieder zählt

Die Arbeit zählt zu den meistzitierten Publikationen unserer Forschungsgruppe – nicht wegen einer spektakulären Einzelbeobachtung, sondern weil sie Reproduzierbarkeit auf molekularer Ebene statistisch untermauerte. Genau diese Art belastbarer, grossmassstäblicher Validierung ist heute Standard in der datengetriebenen Materialforschung, wo KI-Modelle nur so gut sind wie die zugrunde liegenden Messdaten.

Zehntausend Kontakte, ein Muster

Jede einzelne Messung liefert nur einen Leitfähigkeitswert unter vielen möglichen Kontaktgeometrien. Erst die statistische Auswertung über eine sehr grosse Zahl solcher Einzelkontakte macht den zugrunde liegenden physikalischen Zusammenhang sichtbar – ein Vorgehen, das methodisch dem heutigen Umgang mit grossen Datensätzen in der Materialforschung sehr nahekommt.

Was die Daten zeigten

Die Leitfähigkeit liess sich klar in Abhängigkeit vom Torsionswinkel gruppieren – ein robuster, vielfach reproduzierter Befund, der zur Grundlage für das Konzept molekularer Schaltelemente wurde und bis heute breit zitiert wird.

Publikation

**Externe Referenzen:**
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Nano Letters – die Referenz für Nanowissenschaft

Nano Letters gehört zu den einflussreichsten Fachzeitschriften der Nanowissenschaften und ist die erste Adresse für bahnbrechende Resultate im Nanomassstab. Hohe Zitierraten und strenge Aufnahmestandards machen eine Publikation dort zu einem anerkannten Gütesiegel innerhalb der Fachwelt.

Publikationen Vonlanthen

In dieser Beitragsreihe werden die Publikation von David Vonlanthen vorgestellt.

Diesen Artikel zitieren

Text

Vonlanthen et al. (2026). Ein Schulbuchbeispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit und Problemlösung. https://vonlanthen.ing/interdisziplinaere-zusammenarbeit-denkweisen-kultur-chemie-physik-energie-wirtschaft/, Stand 11. Oktober 2026.

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